Entscheide Dich täglich für ein glückliches Leben

Entscheide Dich täglich für ein glückliches Leben

Entscheidungen müssen wir alle jeden Tag, jede Stunde treffen. Aber hast Du Dich schon ganz bewusst für ein glückliches Leben entschieden?

Am vergangenen Freitag gab es keine Freutagsgedanken, weil ich im Urlaub war. Meine Familie und ich waren in Tirol, um dort zu wandern. Obwohl meine Kinder wandern saublöd finden. Und ich muss Ihnen Recht geben. Irgendwie ist Wandern saublöd. Man müht sich ab, kommt ins Schwitzen, gerät außer Atem, und wofür das Ganze? Trotz aller Strapazen gibt es gute Gründe, es zu tun. Warum wandern und vieles andere, was wir eigentlich blöd finden und was wirklich anstrengend ist, doch durchaus Sinn macht – darum geht es heute in den Freutagsgedanken.

Warum tust Du Dir das an?

Ich hätte auch einfach vor der Hütte im Liegestuhl sitzen bleiben können. Mit dem Buch, das ich mitgenommen hatte. Um mich herum nur Berge, Wiesen, blauer Himmel und Sonnenschein. Und diese Ruhe. Aber nein. Ich musste ja hoch. Auf den Gipfel. Und nun schnaufte ich vor mich hin. Der Rücken war schweißnass unter dem Rucksack. Und auch sonst war mir ziemlich warm. Und der Gedanke schlich sich ein: warum tust du dir das an?

Es gibt manches in Leben, bei dem wir ins Schwitzen kommen. Ganz real oder im übertragenen Sinn. Wenn wir uns vorgenommen haben, 10 Kilometer zu laufen. Oder für Gäste ein ganz aufwändiges Kochrezept ausprobieren. Oder ein großes Familienfest organisieren. Da kann die Frage „warum tust du dir das an?“ schon mal auftauchen.

Du kannst täglich Entscheidungen für ein glückliches Leben fällen

Ich weiß, warum ich im Urlaub jeden Tag auf‘s Neue auf den Berg hoch gekeucht bin. Obwohl ich im Liegestuhl hätte liegen bleiben können und sich meine Kinder noch riesig darüber gefreut hätten: viele Anstrengungen zahlen sich aus – nach der Anstrengung. Wenn man den Gipfel erreicht hat, und mit einem gigantischen Blick in die Landschaft belohnt wird. Wenn man tagelang keine Rückenschmerzen hat, weil man jeden Tag mehrere Stunden Bewegung hatte. Wenn man nachts einfach ins Bett fällt und schläft, weil einen die viele frische Luft schlafen lässt wie ein Stein. Und an dieser Stelle steht nicht mehr die Frage: „warum tu ich mir das an?“, sondern die Frage „warum entscheide ich mich nicht jeden Tag dafür, ohne Rückenschmerzen in tiefen Schlaf zu fallen?“ Denn ohne Rückenschmerzen und nach einer guten Nacht sieht das Leben so viel sonniger aus. Oder anders gefragt: „Warum entscheide ich mich nicht jeden Tag für ein gutes Leben, sondern treffe so viele Entscheidungen GEGEN ein gutes Leben?“.

Unbewusste Entscheidungen vermeiden

Die Antwort ist einfach: weil wir uns oft nicht bewusst machen, dass ein gutes, glückliches Leben nicht nur aus Urlaub und Festen besteht, sondern aus tausend „Kleinigkeiten“. Dass wir gesund sind. Dass wir gut schlafen. Dass wir seelisch in Balance sind. Dass wir gut mit Stress und Ärger umgehen. Und so weiter und so fort. Und alles hängt mit allem zusammen. Und jeder von uns kann das in großem Maße beeinflussen. Wie?

Basic-Entscheidungen für ein glückliches Leben

Das ist tatsächlich ganz einfach. Fange einmal mit den Basic-Entscheidungen an. Hast Du Dich in dieser Woche für Yoga oder für’s Sofa entschieden? Hast Du Dich für Currywurst oder für Bananen entschieden? Hast Du Dich für die lange Fernsehnacht oder die Schlafhygiene entschieden? Damit fängt ein glückliches Leben an. Dass Du Dich ausreichend um Dich selbst kümmerst. Und um Deinen Schlaf, Deine Bewegung und Deine Ernährung. Das sind Entscheidungen, die Du ganz bewusst treffen kannst.

Entscheidungen für mehr Lebens-Zufriedenheit

In dieser Woche war ich sehr viel unterwegs und wie immer bei Geschäftsreisen ist die gesunde Ernährung eine Herausforderung. Deswegen habe ich mir am Montagmorgen, bevor es los ging, ein Glas Pesto gemacht. Das dauert drei Minuten. (Das Rezept dazu findest Du in meinem Buch „Am liebsten geht es mir gut – leichter leben auch an grauen Tagen“). Dazu habe ich ein paar Scheiben Brot eingepackt und war so im Zug lecker und gesund versorgt und kam gar nicht erst in die Versuchung, mir ein Brötchen mit Leberkäse zu kaufen. Das Pesto zuzubereiten und mitzunehmen war eine klare Entscheidung für ein glückliches Leben, denn nur wenn wir uns mit guten Lebensmittel füttern, können wir auch energievoll unterwegs sein.

Entscheidungen GEGEN Lebens-Zufriedenheit

Gestern habe ich mich dann aber blöderweise gegen ein glückliches Leben entschieden. Ich habe noch spät angefangen, am Computer zu arbeiten, obwohl ich weiß, dass ich dann sehr schlecht schlafe. Und so war es auch. Die letzte Nacht war grausig. Und nun stehe ich unausgeschlafen den ganzen Freitag auf einer Bühne in Stuttgart vor 2000 Menschen, um eine Veranstaltung zu moderieren. Das könnte Spaß machen, wenn man ausgeschlafen wäre. Unausgeschlafen aber kostet es eine Menge Energie. Es lag in meiner Hand. Ich hätte gestern Abend anders entscheiden können. Aber so lerne auch ich immer weiter dazu. Wir sind die Summe unserer Entscheidungen. Je öfter wir uns dafür entscheiden, gut mit uns und unseren Ressourcen umzugehen, desto glücklicher werden wir unsere Tage erleben.

Wir haben nicht alles in der Hand, denn Pleiten, Pech und Pannen kann man nicht immer ausweichen, aber wir können immer entscheiden, wie wir damit umgehen und wie wir mit UNS umgehen.

Hier kannst Du das Buch “Am liebsten geht es mir gut – leichter leben auch an grauen Tagen” direkt bestellen.

4 Kommentare
  1. Norbert Gillmann sagte:

    Ja, Ihre Gedanken und die Vorgehensweise zu einem bewussteren und gesünderen Leben gefallen mir sehr. Auf ähnlicher Linie bewege ich mich auch.
    Doch es kommt mir vor, dass Sie ausschließlich rational entscheiden um auf dem “richtigen” Weg zu bleiben. Spontane Bauchentscheidungen (auch mal einen Tag im Liegestuhl mit dem Buch zu verbringen statt auf den Berg aufzusteigen, oder ein Stück Kuchen statt Obst zu genießen), die auch mal sein dürfen und nicht immer bereut werden müssen, fehlen mir hier.

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    • Patricia Küll sagte:

      Lieber Herr Gillmann,
      grundsätzlich gebe ich Ihnen völlig Recht. Wir sollten viel mehr auf den Bauch hören.
      Aber manchmal sagt uns der Körper mit Rückenschmerzen etc., dass er eigentlich Bewegung
      bräuchte, aber der innere Schweinehund hält uns auf der Couch. In diesen Momenten
      kann es nichts schaden, den Kopf einzuschalten und sich selbst samt inneren Schweinehund
      von der Couch zu stupsen. Ja, ein Nachmittag im Liegestuhl und ein Stück Kuchen kann
      uns sehr zufrieden machen. Aber viele bleiben halt die ganze Woche liegen und das macht
      dann nicht mehr zufrieden. Darauf wollte ich aufmerksam machen.
      Herzliche Grüße
      Patricia Küll

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  2. Luzia Neufeld sagte:

    Liebe Patricia,
    Danke für den klaren Beitrag.
    Es geht uns besser wenn wir achtsam sind, aufmerksam und geduldig mit uns selbst dann klappt es besser mit den Umständen klarzukommen.

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