Die Mail einer Frau, Ende 40, sehr hübsch, beruflich sehr erfolgreich hat mich zum Titel meines Vortrags inspiriert. Sie schrieb „Ich habe den Zufriedenheitstest auf Ihrer Seite gemacht. Ich habe alles, was ich mir immer gewünscht habe. Nur bei der Zufriedenheit ist noch Luft nach oben.“

Und genau das stelle ich immer wieder fest. Ich bin nun seit über 25 Jahren in den Medien tätig, habe tausende von Menschen interviewt und habe immer wieder diese Unzufriedenheit festgestellt. Und zwar vor allem bei Menschen, die allgemein hin „alles“ haben: einen guten Job, ein hohes Gehalt, Familie, Freunde.

Doch viele müssen wie die Frau aus der Mail irgendwann feststellen, dass sie ihr Ziel zwar erreicht haben, aber sich dort gar nicht wohl fühlen. Sie sind nicht im Flow und lieben das, was sie tun, gar nicht so sehr. Und was macht man, wenn man mit Anfang 40 feststellt, dass das Ziel, auf das man lange hingearbeitet hat, gar nicht zufrieden macht? Umdrehen? Auf keinen Fall. Dafür hat man schon zu viel investiert. Also weiter machen. Auch der Familie zu Liebe. Und dann dreht man sich ganz schnell im Hamsterrad. Und wenn man lange genug etwas macht, was einen nicht zufrieden stellt, dann wird man langsam krank: Kopfschmerzen, Migräne, Rückenprobleme, Schlafstörungen, aber auch Burnout und Depressionen.

Allerdings ändern viele Menschen ihr Leben nach einer Krankheit radikal. Kündigen den Job. Lassen sich scheiden. Ziehen in eine andere Stadt.

Ich plädiere für einen anderen Weg: nehmt, was Ihr habt und formt es behutsam so, dass es gut für Euch ist. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das möglich ist. Denn vor einigen Jahren ging es mir alles andere als gut. Am Morgen wusste ich nicht, wie ich den Berg an Arbeit überhaupt schaffen soll. Ich wär am liebsten im Bett liegen geblieben. Heute bin ich ein durch und durch zufriedener Mensch. Und ich habe immer noch denselben Job, denselben Mann, musste nicht mal meine Kinder zur Adoption frei geben.

Viele kleine Schritte waren nötig, um zu diesem Ziel zu kommen.

In meinem Vortrag „Habe alles, was ich immer wollte. Nur zufrieden bin ich nicht“ rede ich davon ein WÜLSTL zu werden. Das ist ein total gelassener und zufriedener Typ. Und so kann man selbst zum WÜLSTL werden:

„W“ steht für Wertschätzung. Schätzt Euch und andere wert und verzeiht Fehler. Wenn Euch jemand unhöflich kommt, fragt Euch mal, was der wohl für ein Päckchen zu tragen hat. Vielleicht hat er eine demenzkranke Mutter zu Hause oder sich bei der Baufinanzierung übernommen. Und deswegen ist er so unhöflich oder aufbrausend oder….Wertschätzung anderen Menschen gegenüber verändert die Seele.

„Ü“ steht für eine Übung, die ich Euch im nächsten Blog zeige

„L“ steht für Lebensmotive. Welche Motive treiben Euch an? Welche Wünsche habt Ihr? Und welche könnt Ihr Euch erfüllen?

„S“ steht für, sich selbst verändern. Nicht immer die anderen ändern wollen, sondern sich selbst. Das ist viel wirksamer als an seinen Mitmenschen rum zu meckern. Schaut Euch dazu auch mein Video auf der Startseite an. Da erkläre ich, warum sich alle ändern müssen, wenn man sich selbst ändert. Das ist wie bei einem Mobile.

„T“ steht für tun. Wenn Du es nicht tust, tut es keiner. Und dann kannst Du ewig darauf hoffen, dass der Prinz auf seinem scheiß Gaul vorbei reitet und Dich rettet.

Und das letzte „L“ steht für Lösungen. Du hast immer mehr als zwei. Das kommt aus der indischen Rechtslehre. Auch dazu schreibe ich demnächst einen eigenen Blogbeitrag.

Auszüge aus dem Vortrag könnt Ihr auch demnächst hier auf meiner Seite sehen.

Ich wünsche Euch ganz viel Erfolg auf Eurem Weg zu einem zufriedenen Leben. Ihr werdet sehen, ein WÜLSTL zu werden, ist nicht so schwer, verändert das Leben  aber nachhaltig zum Besseren.

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