Meine 5 besten Tipps für guten Schlaf

Meine 5 besten Tipps für guten Schlaf

Wie hast Du heute Nacht geschlafen? Kannst Du auf diese Frage meistens mit „danke gut“ antworten? Oder gehörst Du zu den vielen Menschen, die regelmäßig schlecht schlafen? Schlafstörungen sind mittlerweile eine Volkskrankheit. Mediziner sagen, mindestens jeder 3. würde irgendwann einmal darunter leiden. Da ich mich mit Schlafstörungen richtig gut auskenne, habe ich heute meine persönlichen fünf besten Tipps für guten Schlaf für Dich zusammengestellt.

Die Lebensqualität erhöhen mit guten Schlaf

Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten schlecht zu schlafen. Die einen schlafen nicht ein, die anderen nicht durch, die dritten schlafen erst nicht ein und dann nicht durch. Frauen haben andere Schlafprobleme als Männer. Gemeinsam haben alle, dass schlechter Schlaf die Lebensqualität enorm verringert. Leider wissen die, die immer schon gut geschlafen haben,  nicht zu schätzen, was sie haben. Wer aber schon einmal längere Zeit unter Schlaflosigkeit gelitten hat, weiß, wie grau sich Tage anfühlen können, wie unschaffbar der Arbeitsalltag erscheint, wenn man übermüdet ist. Es gab in meinem Leben Zeiten, da hätte ich weinen können vor Müdigkeit. Und jeden Abend geht man hundemüde ins Bett und denkt, der Schlaf kommt heute aber ganz gewiss, so müde wie man ist, doch weit gefehlt. Der Schlaf lässt sich nicht blicken und so liegt man Stunde um Stunde wach und setzt sich selbst immer mehr unter Druck. Eigentlich ist schlafen kinderleicht – aber eben nicht immer.

Wenn Du noch kein chronischer Fall bist, sondern nur immer mal wieder Zeiten hast, in denen Du schlecht schläfst, dann versuche einmal meine Tipps. Vielleicht helfen sie Dir auch.
Ich gehe einmal davon aus, dass Du als bereits geübter Schlecht-Schläfer auf ein paar Dinge wie ein gelüftetes, kühles Schlafzimmer, kein Fernseher im Schlafzimmer, regelmäßige Schlafenszeiten und dergleichen, achtest. Mit einer guten Schlafhygiene ist schon ein bisschen was gewonnen. Aber Du kannst noch viel mehr tun.

Mein 1. Tipp für guten Schlaf

Vermutlich hast Du auch schon mal davon gehört, dass das Licht von Handy, Computer und Fernsehen unseren Organismus wach halten. Deswegen solltest Du wirklich darauf achten, dass Du eine Stunde vor dem Schlafen alle Geräte ausmachst. Nicht nur das Licht hält Dich wach, sondern natürlich auch die Inhalte. Wenn man bis kurz vor dem Einschlafen Mails beantwortet oder Neuigkeiten in den Sozialen Netzwerken liest, kann der Kopf nicht abschalten. Das liegt ja eigentlich auf der Hand.

Mein 2. Tipp für guten Schlaf

Ich liebe es, abends nach der Arbeit zum Essen ein Glas Wein zu trinken. Das hat so einen schönen Feierabend- und Belohn-Charakter. Nur in letzter Zeit schmeckt mir Alkohol nicht mehr. Warum? Ich habe meine Schlafqualität daraufhin überprüft, ob sie durch Alkohol beeinträchtigt wird. Und leider, leider musste ich feststellen, dass es tatsächlich so ist. Dass man nach dem Genuss von Rotwein mitten in der Nacht wach wird und nicht mehr einschlafen kann, ist ja bekannt. Aber mir ergeht es mittlerweile bei Weißwein, Sekt und sogar Bier genauso. Ein Kollege von mir trinkt seit zwei Jahren konsequent keinen Alkohol mehr (außer bei besonderen Anlässen) und schläft seitdem signifikant besser. Und auch ich muss feststellen, dass mir ein bis zwei Gläser Wein reichen, um mich nachts ruhelos hin- und herzuwälzen. Diese Erkenntnis hat mir irgendwie den Geschmack an Wein und Bier richtiggehend versaut. An manchen Abenden bin ich trotzig und denke mir, ich bestimme in meinem Leben immer noch selbst, was ich genieße. Und dann trinke ich einen Hugo und genieße ihn und bereue es den Rest der Nacht. Wenn Du also wirklich etwas gegen deine Schlafprobleme tun willst, dann überprüfe einmal, ob Du besser schläfst, wenn Du keinen Alkohol trinkst.

Mein 3. Tipp für guten Schlaf

Wenn man schon länger schlecht schläft, glaubt man ja, man müsse dringend Schlaf nachholen. Das hat bei mir dazu geführt, dass ich immer früher ins Bett ging. Müde genug war ich ja. Doch wie große jedes Mal die Enttäuschung, wenn sich der Schlaf wieder nicht einstellt. Schlafmediziner raten zum Gegenteil. Spät ins Bett gehen. Sie nennen das „den Schlafdruck erhöhen“. Man soll jede Nacht zur selben, späten Zeit ins Bett. Damit der Körper so müde ist, wie es nur geht. Dann erhöht sich die Chance, dass der Körper erschöpft ein- und durchschläft. Also besser nur wenige Stunden geschlafen, als viele schlaflos im Bett rumgelegen. Natürlich ist man am nächsten Morgen nicht ausgeschlafen von so wenigen Stunden, aber immerhin hat man überhaupt mal wieder geschlafen. Ich habe über einige Wochen hinweg den „Schlafdruck erhöht“, bin jede Nacht erst um 00:30 ins Bett gegangen und habe tatsächlich wieder besser geschlafen. Natürlich soll man dann nicht die halbe Nacht vor der Glotze oder dem Computer sitzen, sondern etwas tun, was einen „runter bringt“. Lesen (wenn es nicht gerade ein Psychothriller ist), ein warmes Bad nehmen, Musik hören (nicht Heavy Metal) oder meditieren, eine Klangschalenreise machen oder sich einfach mal wieder mit seinem Partner unterhalten.
Zum „Schlafdruck erhöhen“ gehört übrigens auch, dass man morgens immer zur gleichen (frühen) Zeit aufsteht. Auch am Wochenende. Also jeden Morgen um 6:30 Uhr raus aus den Federn. Hört sich schrecklich an, ist es auch, hilft aber.

Mein 4. Tipp für guten Schlaf

Wenn Du mal wieder nachts rum liegst und Unmengen von grauen Gedanken auf Dich einstürzen, versuche einmal diese Übung. Du kannst sie ganz einfach im Bett bei geschlossenen Augen durchführen.
Stell Dir eine Dekokugel aus durchsichtigem Plastik vor. Sowas bekommst Du in der Bastelabteilung in jedem Kaufhaus. Diese Kugeln kann man in der Mitte aufdrehen. Öffne sie und nun füllst Du alle Deine grauen Gedanken in diese Kugel. Es ist erstaunlich, wieviel graue Gedankenmasse so eine kleine Kugel aufnehmen kann. Stopfe alles, was Dich belastet und was Du bereits tausendfach gedacht hast, in diese Kugel. Dreh sie wieder zu und werfe oder kicke sie mit Schwung ins Weltall. Du kannst die Kugel gleichzeitig mit ein paar Worten oder einem Geräusch „verabschieden“. Denke sowas wie „weg mit dir“ oder „und tschüss graue Gedanken“ oder mache ein Geräusch als ob ein Windhauch die Kugel mitnehmen würde. Mir reicht ein „huuuuuuuuuuuuuuuuu“ und schon verschwindet die Kugel mit all meinen grauen Gedanken im All. Und nun schau ihr nach, wie sie immer kleiner wird und irgendwann ganz verschwindet.
Mit dieser kleinen Kugel hast Du Dein Hirn leer gemacht und nun kannst es mit schönen Gedanken füllen. Mir reicht es oft schon, wenn ich aus dem grauen Hamsterrad-Denken aussteigen kann, indem ich die trüben Gedanken ins All schieße.

Mein 5. Tipp für guten Schlaf

Ein Kollege erzählte mir schon vor Jahren davon, wie er eher zufällig seine Schlafprobleme in den Griff bekommen hatte. Er litt unter schrecklichen Schlafproblemen, die durch die beiden Kinder, die kamen, natürlich nicht besser wurden. Kein Mittel half. Bis ein Arzt feststellte, dass seine Schilddrüse nicht richtig arbeitet. Er bekam ein Schilddrüsenhormon (was ja kein richtiges Hormon ist, aber so heißt). Dadurch wurde seine Schilddrüse richtig eingestellt (ich bin kein Arzt und gebe das hier deswegen auch nur sehr laienhaft wieder), aber dadurch war auch das Schlafproblem gelöst. Ich hätte nie gedacht, dass es auch bei mir die Schilddrüse sein könnte, aber auch ich nehme seit drei Wochen Tabletten, weil beim letzten Check-up eine kleine Fehlfunktion festgestellt wurde. Und was soll ich sagen: ich schlafe wieder. Tief und lange. Ohne irgendetwas anderes zu tun (na gut, auf den Alkohol verzichte ich weitgehend immer noch, denn der stört auch jetzt noch meinen Schlaf). Also wenn Du gar nicht mehr weißt, welche Ursache Deine Schlafprobleme haben könnten, lass Deine Schilddrüse checken.

Disziplin unterstützt guten Schlaf

Und natürlich gilt auch hier: sei diszipliniert mit Deinem Schlaf. Ich achte mittlerweile ziemlich penibel auf einen regelmäßigen Schlafrhythmus und man muss mir schon einiges bieten, damit ich den Rhythmus breche. Früher war mein Motto: Ich höre auf zu arbeiten, wenn die Arbeit getan ist. Egal, wie lange es dauert. Heute sage ich: Ich höre auf zu arbeiten, wenn ich müde bin.
Allen, die dauerhaft schlecht schlafen, empfehle ich die DGSM, die Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Dort findest Du fundierte Informationen und weitere Hilfe.

http://www.dgsm.de

Noch mehr über die Bedeutung des Schlafs findest Du auf diesem Blogpost von mir:

Foto: pixabay/C_Scott

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