Mit diesen Morgenritualen kommst Du gut aus dem Bett

Mit diesen Morgenritualen kommst Du gut aus dem Bett

Heute morgen war ich beim Aufstehen unglaublich müde. Kein Wunder. War ich doch gestern Abend bis Mitternacht im Studio von Radio RPR in Ludwigshafen, um Sven Hieronymus in seiner Livesendung Rede und Antwort zu stehen. Wir hatten echt Spaß, aber leider musste ich danach noch nach Mainz fahren und war für meine Verhältnisse viel zu spät im Bett. Dennoch bin ich heute morgen gerne aufgestanden und als ich das feststellte, erinnerte ich mich daran, dass es in meinem Leben Zeiten gab, in denen sich jeder Morgen sehr grau und sehr schwer anfühlte. Was mir heute das Aufstehen jeden Morgen aufs Neue erleichtert und wie auch Du Dir das Aufstehen erleichtern kannst – darum geht es heute in den Freutagsgedanken.

1. Morgenritual: Eine kleine Achtsamkeitsübung erleichtert das Starten

Es gab Zeiten in meinem Leben, da bin ich mit dem Weckerklingeln aufgestanden, auf die Toilette gegangen und habe dort meine eingegangenen Nachrichten auf dem Handy gecheckt. Das ist ein verdammt schlechter Start in den Tag. Heute nehme ich mir nach dem Weckerklingeln eine Minute für einen achtsamen Start. Zuerst strecke ich mich einmal durch und dann überprüfe ich meine Nasenlöcher. Das hört sich vielleicht seltsam an, aber es ist eine wunderbare, kleine Achtsamkeitsübung. Morgens ist immer ein Nasenloch leicht verstopft und eines frei. Überprüfe, welches frei ist. Die Seite des freien Nasenlochs ist die bessere Seite für den Tag und deswegen achte ich beim Aufstehen, dass der Fuß dieser Seite als erstes den Boden berührt. Du kennst vielleicht den Satz „mit dem falschen Fuß aufgestanden“. Ich weiß nicht, ob es da einen Zusammenhang gibt, aber die Vorstellung „mit dem richtigen Fuß aufzustehen“, gefällt mir.

2. Morgenritual: Der Kaffee ist fertig

Wenn ich mit dem richtigen Fuß aufgestanden bin, kann die Stimmung durch ein schönes Frühstück noch besser werden. Der Geruch der ersten Tasse Kaffee weckt meine Lebensgeister. Dazu ein selbstgemachtes Müsli mit Obst und die Tageszeitung. Dafür stehe ich gerne etwas früher auf. Ich weiß, es gibt Menschen, die auf den letzten Drücker aufstehen und dann direkt so viel Stress haben, dass an ein Frühstück gar nicht zu denken ist. Aber Ernährungswissenschaftler sind sich einig, dass das Frühstück die wichtigste Mahlzeit des Tages ist. Wenn Du also nicht zu Hause frühstücken kannst oder willst, dann bereite Dir abends zum Beispiel Overnight Oats vor. Die kannst Du mitnehmen und dann im Büro essen.

3. Morgenritual: In der Ruhe liegt die Kraft

Es ist verlockend, die Snoozetaste des Weckers immer wieder zu drücken, bis man gar nicht mehr anders kann sich als unter Hochdruck fertig zu machen und zur Arbeit zu hetzen. Frühstück fällt dann natürlich aus oder wird zwischendurch „to go“ gekauft und runter geschlungen. Wie kann sich ein Tag gut entwickeln, wenn er so anfängt? Auch wenn Du eine Eule bist und keine Lerche, wenn Du also abends nicht ins und morgens nicht aus dem Bett kommst, solltest Du Dir am Morgen genügend Zeit einplanen. Manche raten, den Wecker 15 bis 20 Minuten früher zu stellen als man aufstehen müsste, dann könnte man immer noch eine Weile im Bett liegen bleiben. Ich glaube aber, dass aus diesen 20 Minuten dann leicht 30 und 40 Minuten werden und ruckzuck ist man wieder zu spät. Stelle Dir Deinen Wecker so, dass Du Dich in Ruhe fertig machen und frühstücken kannst. Das heißt, wenn der Wecker klingelt, musst Du gar nicht mehr darüber nachdenken, ob Du noch liegenbleiben kannst. Kannst Du nicht. Also mach Dein 1. Morgenritual: strecke Dich und überprüfe Deine Nasenlöcher: Steh dann mit dem richtigen Fuß auf und los geht’s.

4. Morgenritual: Ein guter Morgen fängt am Abend an

Je besser Du den Morgen am Abend davor vorbereitest, desto stressfreier wird dieser. In meiner Familie richten wir abends schon immer so viel vor wie möglich. Wir kochen den Tee, den die Kids mit in die Schule bekommen und halten ihn in einer Thermoskanne warm. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass er dann nicht mehr ganz heiß ist und die Kinder ihn trinken können ohne die Gefahr, sich die Zunge zu verbrennen. Wir richten abends die Schüsselchen und Löffel für‘s Müsli und auch die Pausenbrotdosen. Denn nichts ist nerviger als wenn ich morgens erstmal in den Schultaschen nach Trinkflasche und Brotdose suchen muss. Jeder Handgriff, den ich abends machen kann und den ich morgens nicht mehr machen muss, entstresst mich am Morgen und gibt mir Zeit für eine schöne Beschäftigung: Zeitung lesen, einen Podcast hören oder eine kurze Runde Yoga.

Ein guter Morgen beginnt bei mir aber auch gedanklich abends. Denn kurz vor dem Einschlafen überdenke ich noch schnell zwei Dinge: Erstens: Wie gestalte ich den nächsten Tag? Was muss ich erledigen und wann mache ich das? Und zweitens denke ich über den abgelaufenen Tag nach und worüber ich dankbar sein kann. Ich suche jeden Abend drei Dinge, für die ich ganz speziell für diesen Tag dankbar sein kann. Also keine Allgemeinheiten, sondern wirklich Spezielles für den Tag. Wenn man mit dankbaren Gedanken einschläft, wird man oft auch mit einem guten Gefühl wach.

Finde Dein ganz persönliches Morgenritual

Morgenrituale helfen Dir ganz bestimmt, gut in den Tag zu starten. Wichtig ist aber, dass Du die Morgenrituale findest, die wirklich zu Dir passen. Denn jeder von uns braucht etwas anders, damit es ihm gut geht. Ich würde aber einmal behaupten wollen, dass keiner gerne mit Stress am Morgen startet. Deswegen nutze den Abend und bereite den Morgen gut vor. Wenn Du mit einem neuen Morgenritual startest, gib Dir etwas Zeit, bis es zur Gewohnheit geworden ist. Das wird einige Wochen dauern. Wenn Du es mal vergisst, denke nicht: „ach, jetzt ist es eh egal“ und höre auf damit. Sondern beginne am nächsten Morgen erneut. Irgendwann wird es sich eingespielt haben. Mit einem guten Morgen stellst Du die Weichen für den ganzen Tag. Dafür lohnt es sich doch, alte Gewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls Neue einziehen zu lassen.

Und hier gibt es Impulse für eine gute Nacht:

2 Kommentare
    • Patricia Küll sagte:

      Liebe Luzia,
      vielen Dank für das liebe Feedback. Es kommt genau richtig, denn ich stecke gerade alle Kreativität ins nächste Buch und da fehlt ein wenig die Kreativität für die Freutagsgedanken. Wenn sie mir also sonst nur so angeflogen kommen, ist es momentan mehr ein Ringen darum. Aber bei so schönem Feedback bleibe ich bei der Stange;-)
      Herzlich
      Patricia

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