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To-Do-Liste für einen glücklichen Sommer

Sehnst Du Dich auch nach den endlosen, sorgenfreien Sommern Deiner Jugend zurück? Nach diesen Wochen, die nach Capri-Eis, Baggersee und guter Laune schmecken? Nachdem in Rheinland-Pfalz heute die Sommerferien beginnen und sich die Freutagsgedanken damit in eine kreative Sommerpause verabschieden, gibt es heute einige Impulse für glückliche Sonnenwochen. Mit dieser To-Do-Liste erlebst Du die Erwachsenenversion eines wunderbaren Sommers.

Impulse für einen glücklichen Sommer

Ja, es war in dieser Woche zu heiß und ja, da kann einem der Spaß am Sommer vergehen. Aber hey – was ist die Alternative? Wie viele kalte, verregnete Sommer hatten wir schon? Wir können uns den Sommer nun mal nicht backen, deswegen müssen wie nehmen, was wir kriegen und das Beste daraus machen. Und das wäre auch schon mein 1. Impuls für einen schönen Sommer:

1.Impuls für einen glücklichen Sommer

Schau auf das, was Du hast. Es gibt Untersuchungen, die ganz klar belegen, dass glückliche Menschen die Gabe haben, den Blick aufs Positive zu lenken. Aber das kann auch jeder lernen. Übers Wetter maulen ändert nichts – außer dass unsere Stimmung schlechter wird. Nehmen wir es an, wie es ist und machen das Beste daraus. Trinken wir ausreichend. Wasser wird leckerer (ohne weitere Kalorienzufuhr), wenn man ein paar Scheiben Zitronen oder Orangen ins Glas gibt. Bei dem herrlichen Wetter kann man auch mal mit Flip-Flop ins Büro. Auch das ist etwas für die Positiv-Seite. Diese Woche hatte ich eine Aufzeichnung für eine Kultursendung. Für diese Sendung hatten wir bereits vor Wochen einen Drehtag gehabt. Wenn wir eine Sendung an mehreren Tagen aufzeichnen, habe ich dennoch die gleiche Kleidung an, denn wir wollen den Zuschauer nicht irritieren, wenn ich mitten in der Sendung andere Klamotten trage. Beim ersten Drehtag trug ich – weil deutlich kühler als diese Woche – rote Stiefelchen. Nun hatte ich am Mittwoch bei 38 Graf zwar die Stiefel zum Drehort mitgenommen, aber die Strümpfe vergessen. So kam ich gar nicht in die Stiefel rein und ich musste in Flip-Flop moderieren. Das war so herrlich erfrischend und ich bin mal gespannt, ob es irgendeinem Zuschauer auffällt, dass ich in der Mitte der Sendung andere Schuhe anhabe.

2.Impuls für einen glücklichen Sommer

Nutze die frühen Morgenstunden. Im Sommer lohnt es sich früh aufzustehen. Wenn es schon richtig hell, aber die Luft noch frisch ist. Dann kann man auch noch Sport im Freien machen, was man bei der Hitze im Laufe des Tages besser unterlässt. Oder wenn man die frühen Stunden für einen Spaziergang nutzt oder für ein Frühstück im Freien und dann erst zur Arbeit geht. Dann hat man auch ohne Urlaub ein Feriengefühl. In vielen Unternehmen kann man jetzt die Bürozeit auch in die Morgenstunden verlegen und dann am Nachmittag zur Siesta nach Hause gehen. Schauen wir uns das Lebensgefühl der Südländer ab: früh aufstehen, mittags kurze Siesta und abends die lauen Nächte genießen. Auch wenn ich beim Fernsehen arbeite, würde ich Dir heute einfach empfehlen, die Glotze an diesen lauen Sommerabenden aus zu lassen und raus zu gehen. In den Wald, in den Biergarten, an den Fluss – überall dort, wo sich Menschen treffen und quatschen und aus einem normalen Abend ein Sommerfest machen. Ja, wir werden in diesen Wochen zu wenig Schlaf bekommen, aber egal. Dafür nehmen wir jede Menge Leben mit.

3.Impuls für einen glücklichen Sommer

Sei unvernünftig. Geh zu spät ins Bett. Iss zu viel Eis. Lache laut. Küsse viel. Lege Sorgen und graue Gedanken vorübergehend ins Eisfach. Es liegt an dir, was Du aus diesem Sommer machst. Es ist Dein Sommer. Es ist Dein Leben. Warum sollst Du ihn nicht genießen? Weil die Umstände nicht perfekt sind? Pfeif auf die Umstände. Schau auf das, was Du hast und mach das Beste draus. Ich wünsche Dir einen beschwingten, wundervollen, endlosen Sommer 2019 mit ganz viel Lebensfreude, Leichtigkeit, Lachen und Liebe.

Hier gibt es weitere Impulse für einen unbeschwerten Sommer:

Das gute Glück – wie geht das eigentlich?

Vor einigen Jahren hatte ich einen Mann kennengelernt, der mich zutiefst beeindruckte. Dabei war dieser Mann gar nicht besonders attraktiv, groß, jung oder reich. Und dennoch hinterließ er einen bleibenden Eindruck bei mir. Warum? Weil er vor mir saß und einen Satz sagte, den so zuvor noch nie jemand zu mir gesagt hatte: „Ich bin ein rundherum glücklicher Mensch.“ Das war der Moment, in dem ich anfing, herauszufinden, was man für ein rundherum glückliches Leben braucht. Seitdem treffe ich immer mal wieder Menschen, die den gleichen Weg gehen. Und so freute ich mich sehr, als ich vor einigen Jahren eine der führenden Glücksforscherinnen in Deutschland kennenlernen durfte: Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry. Sie unterrichtet und forscht an der Universität Trier. Gerade eben hat sie ein neues Buch veröffentlicht – ihr bisher persönlichstes. Ein Buch, das ich jedem empfehlen möchte, der auf der Suche nach einem gelingenden Leben ist. Das Buch ist für mich ein guter Aufhänger, um Michaela Brohm-Badry nach ihrer Glücksformel zu fragen. Ihre Antworten heute in den Freutagsgedanken.

Als Glücksforscherin kennen Sie die Basis für ein gelingendes Leben. Was sind denn die wichtigsten Bausteine für ein glückliches Leben?

Michaela Brohm-Badry: 

Wir können das aus wissenschaftlicher Sicht recht genau sagen, denn wir kennen die „glücklichen Fünf“ für das Leben genau: Es sind

  • positive Gefühle, also zum Beispiel auf das Gute hoffen, dankbar, neugierig und freundlich sein, liebevoll leben
  • engagiert und motiviert für etwas sein
  • gute, tiefe, vertrauensvolle Beziehungen aufbauen und halten
  • einen Sinn finden im Leben und
  • so handeln, dass wir das Gefühl haben, wirksam, also erfolgreich zu sein. Das bedeutet oft, die Dinge wirklich zu Ende zu bringen und nicht mittendrin aufzugeben

Das Allerwichtigste um glücklich zu sein, ist jedoch wohl die Perspektive, die wir auf unser Leben wählen. Die Welt ist nicht so oder so, unsere Perspektive auf die Welt macht sie so oder so. Negative Menschen fokussieren sich auf das, was sie in ihrem Leben ablehnen. Frohe Menschen auf das, was sie an ihrem Leben lieben. Und die Freiheit, diese Perspektive selbst wählen zu können, ist eine innere Freiheit, die unabhängig vom Lebenskontext existiert.

Kann denn tatsächlich jeder Mensch aus eigener Kraft für ein glückliches Leben sorgen?

Rund die Hälfte unseres Glücksempfindens scheint genetisch bedingt zu sein. Also zum Beispiel spielt eine große Rolle, wie viele Rezeptoren wir an den Synapsen haben, um die günstigen Neurotransmitter („Glückshormone“) im Gehirn zu verarbeiten – wie und wie stark also zum Beispiel Dopamin und Serotonin aufgenommen und weitergegeben werden. Weitere 40 % des Glücks hängen von unserem eigenen Verhalten ab und die übrigen 10 % von unserer Umwelt. Und unser Verhalten und unsere Umwelt können wir ja oft selbst beeinflussen. Glück hängt also zu einem starken Anteil von uns selbst ab.

Ihr neues Buch heißt “Das gute Glück” – was ist gutes Glück und gibt es auch schlechtes Glück?

Mit „schlechtem Glück“ meine ich, dass wir biochemisch oder durch unsere Persönlichkeit immer wieder dazu getrieben werden, mehr zu schaffen. Das kann in zerstörerischem Disstress (negativem Stress), Burnout und Depression enden. Das „gute Glück“ ist ein viel ruhigeres, beständigeres. Es wird durch die volle Entfaltung der eigenen Talente und Fähigkeiten erfahren. Ein stimmiges in sich Ruhen, sozusagen.

Ich bin der Meinung, Glück ist nichts, was uns allzeit umgeben kann. Glück gibt es nur Hand in Hand mit Unglück – als zwei Seiten ein- und derselben Medaille.

Wie sehen Sie das?

Viele von uns haben ja im Leben schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Wenn man mal ein tiefes Leid erfahren hat, wie eine unerwartete Trennung des geliebten Menschen, den Tod des Partners oder der Eltern, Gewalt, eine schwere Krankheit oder andere Ängste, dann, so sagt die Traumaforschung, dass viele Menschen hinterher berichten, sie würden das Glück in ihrem Leben stärker wahrnehmen und als Person empfinden sie oft Wachstumsschübe. Das bedeutet aber nicht, dass wir Leid erfahren müssen, um glücklich zu sein. Aber die Chance auf Glück ist oft auch nach einer schmerzhaften Erfahrung durchaus da. Und bei sehr schmerzhaften Erfahrungen können wir uns professionelle Hilfe holen. Wie auch immer: Wir können begründet hoffen, dass es uns besser gehen wird. Das zu wissen, ermutigt uns in dunklen Zeiten.

Das pure Glück fühlt sich sehr leicht an – wie leicht oder schwer ist es, ein glückliches Leben zu führen?

Wir müssen nicht immer glücklich sein. Angst, Trauer, Ekel und Wut – also negative Gefühle – sind genauso wichtig und gehören genauso zu unserem Leben wie die positiven. Nur übertreiben wir es manchmal damit, denn wir haben eine natürliche negative Verzerrung in der Wahrnehmung, die uns in der Menschheitsentwicklung oft geschützt hat. Wenn wir uns diese negative Verzerrung klar machen, fällt es leichter, eine aufbauende Perspektive dagegen zu setzen. An jedem halbleeren Glas findet sich etwas Gutes.

Als Glücksforscherin müsste man die meiste Zeit des Tages glücklich sein – wie sehr ringen Sie jeden Tag um ein glückliches Leben?

Ich nehme es oft, wie es kommt, nur sind die Themen, mit denen ich mich beschäftige, hochgradig ansteckend. Wer viel über Freude, menschliche Wärme, Lernen, Motivation und Wohlbefinden liest, hat kaum eine Chance, schlecht drauf zu sein.

Und was macht Sie glücklich?

Schreiben, Cello spielen, forschen, hoffen, Bach, Leidenschaft, Kanada, lernen, Musik, wachsen, Vorträge halten, neue Gedanken, Motivation, Huskys, lieben und noch viel mehr.

Wenn ich Sie um einen einzigen Tipp für ein gelingendes Leben bitte – welcher wäre das?

Dann würde ich Ihnen raten: Lesen Sie mein neues Buch 😉

Weitere Impulse für ein gelingendes Leben findest Du hier:

Und hier noch mehr Impulse:

…weil es gut tut!

Ich gebe es zu, der verregnete Mai schlug mir aufs Gemüt. Mit den Folgen, dass ich mich häufiger als es mir gut tat, mit Essen und einem Glas Wein belohnte. Was wiederum die Folge hatte, dass ich zu wenig Energie für Bewegung hatte. Ich habe in diesen blöd-kalt-feuchten Mai-Wochen den Hintern nicht hochgekriegt. Und das hatte wiederum die Folge, dass mein Schlaf von Nacht zu Nacht mieser wurde. Eine klassische Negativspirale, die Du vermutlich auch kennst. Wie kommt man da wieder raus? Und warum helfen manchmal nur ganz drastische Mittel? Darum geht es heute in den Freutagsgedanken.

Ein bisschen Verzicht – weil es gut tut!

Im Moment tut mir der Rücken bei jeder Bewegung weh. Es sind aber keine Rückenschmerzen, sondern Muskelschmerzen oder genauer: Muskelkater. Ich treibe seit 10 Tagen wieder Sport. Und zwar mehr als in den letzten Monaten zusammen. Und ich habe in dieser Woche eine „Gesundheitswoche“ für mich ausgerufen. Dazu gehören neben Sport auch gesunde Ernährung, kein Alkohol, weniger Kaffee und keine Naschereien. Und das hat sofort spürbare Auswirkungen auf meinen Schlaf. Ich bin total begeistert und das hilft auch, durchzuhalten. Wann immer ich mich mittags nach einem Kaffee sehne, halte ich mir vor Augen, wie gut ich ohne diesen Mittagskaffee schlafe. Und sofort kann ich ohne Bedauern darauf verzichten.

Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Mittel – weil es gut tut!

Es geht mir wieder gut. Das energetische Loch hat sich aufgelöst, alles, was noch vor Kurzem unendlich anstrengend erschien, geht jetzt wieder. Dafür habe ich zu ganz drastischen Mitteln gegriffen: ich habe mich in einem Fitnessstudio angemeldet. Und nicht nur das: ich gehe dort auch dreimal die Woche hin. In meinem ganzen Leben hatte ich immer sehr weite Bögen um solche Studios gemacht. Laufen in der freien Natur hat mir völlig ausgereicht, aber besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Und nachdem ich mich immer weniger zum Laufen aufraffen konnte, nachdem mich meine Lauffreundin schmählich im Stich gelassen hat, um sich allein in einem Fitnessstudio zu stählen, bin ich nun also auch diesen Weg gegangen.

Weil es gut tut, sich zu bewegen

Warum ich das so lang und ausführlich hier beschreibe? Weil ich mich endlich wieder wohl fühle in meiner Haut. Weil meine Seele wieder jubiliert. Weil ich wieder Kraft und Energie habe. Und das alles einfach nur, weil ich wieder angefangen habe, mich zu bewegen.

Was tut gut, wenn die Lebensfreude fehlt?

Und damit sind wir bei meinem Lieblingsthema: Wenn die Lebensfreude fehlt, hilft Disziplin. Disziplin in den Dingen, die uns gut tun. Bewegung. Gesundes Essen. Ausreichend Schlaf. Und wenn uns die Umstände in eine Negativspirale drängen, dann müssen wir uns erst recht in den Hintern treten und zusehen, dass wir da wieder rauskommen. Das ist anstrengend und macht wenig Spaß. Aber wenn die erste Hürde mal genommen ist, dann geht alles von Tag zu Tag leichter. Und wenn man wieder in Bewegung ist, dann wird auch die Gier nach Süßem und Fettem weniger, dafür wird der Schlaf besser.

Und wenn es dann so richtig gut läuft, kann man auch mal eine „Woche der Gesundheit“ für sich selbst ausrufen. Eine Woche nur Gutes für sich, seinen Körper, seine Seele.

Ach ja: und ein neues Fahrrad habe ich mir auch gekauft.

Der verregnete Mai ist vorbei. Ich freue mich auf einen sonnigen Juni. Und wenn der nicht kommt, dann wissen Du und ich ja jetzt, wie wir gar nicht erst in die Negativspirale rein geraten.

Hier noch ein paar Gedanken zum Thema, die Dich zusätzlich motivieren können:

Foto: pixabay/MabelAmber