Von achtsamen Momenten und dem Glück des Augenblicks

Gestern war ich viel Im Auto unterwegs. Von Mainz in den Westerwald und von dort nach Trier. Drei Stunden Autofahrt, die mir nicht lange wurden, weil ich durch herrliche Landschaften fahren durfte. Überall grünte und blühte es. Was für eine Pracht. Und als ich dann abends Richtung Trier fuhr, strahlte das Licht so unglaublich schön über diese Frühlingslandschaft – ein Traum. Doch oft nehmen wir den blauen Himmel und die Blumen am Straßenrand gar nicht richtig wahr. Dabei ist es genau diese Art von Achtsamkeit, die die Lebensfreude von ganz allein wachsen lässt. Über achtsame Augenblicke und vom Glück des Augenblicks geht es heute in meinen Freutagsgedanken.

Ich zähle täglich meine Sorgen

Vor ein paar Wochen bekam ich von einem lieben Bekannten ein Büchlein geschenkt. „Das Glück des Augenblicks“. Es ist ein ganz schmales Büchlein mit nur wenigen Seiten. Diese aber sind voller schöner Impulse und Gedanken. Und voller schöner Bilder. Bilder von Blumenwiesen, reifen Tomaten und Wolkengebilden. In diesem Büchlein zu blättern, ist wie eine kleine Auszeit. Eine Pause im hektischen Alltag. Eigentlich braucht man dafür kein Büchlein, es gibt genügend Schönes um uns herum. Doch oft nehmen wir die Schönheiten links und rechts des Weges nicht wahr, weil wir so mit anderen Gedanken beschäftigt sind. Weil wir mit Sorgen-machen beschäftigt sind. Gestern habe ich im Westerwald einen Vortrag vor 60 Frauen gehalten, in dem es um den leichten Umgang mit schweren Zeiten geht. Darin geht es auch um Menschen, die nach dem Motto Leben: „Ich fang schon mal an, mir Sorgen zu machen. Die Details werden ganz bestimmt folgen“. Menschen, die sich Sorgen machen, weil man vielleicht irgendwann mal seinen Job verlieren könnte oder weil der merkwürdige amerikanische Präsident den roten Knopf drücken könnte oder weil das Kind das Abitur nicht schaffen könnte. Obwohl das Kind erst in der 6. Klasse ist.

Nur 2 Prozent aller Sorgen treten wirklich ein

Wenn man sich ständig Sorgen macht, kann man vor lauter grauen Gedanken das Schöne und Bunte in der Welt leider gar nicht sehen. Deswegen möchte ich Dich heute beruhigen. Wissenschaftler gehen davon aus, dass von all den Sorgen, die wir uns machen und auf die wir wirklich Einfluss haben, nur 2 Prozent eintreten werden. In 98 Prozent aller Fälle, in denen wir uns sorgen, sorgen wir uns also völlig umsonst.

Achtsam leben bedeutet, die Sorgen wie einen vergrauten Vorhang zur Seite zu schieben

Wenn Du es schaffst, Deine Aufmerksamkeit statt auf Sorgen auf die Dinge und die Menschen um Dich herum zu legen, wirst Du das Leben viel stärker spüren. Es ist, als würde man einen vergrauten Vorhang zur Seite schieben. Achtsamkeit erhöht die Lebensfreude und macht das Leben bunter. Also sorge Dich weniger und sei dafür lieber mit allen Sinnen bei dem, was Du gerade tust. Jeder Augenblick, den wir mit unnötigen Sorgen verstreichen lassen, ist unwiederbringlich weg. In dem Büchlein, das ich geschenkt bekam, hat es der Autor in folgende, schöne Worte gepackt:

Der Zauber des Augenblicks


Der Augenblick ist ein geheimnisvolles Etwas.
Da kommt ein Stück Zeit, schwebt an mir vorbei,
erfüllt mit den Möglichkeiten meines Lebens,
voll gepackt mit den Geschenken des Universums an mich,
Sperre und Tür gleichzeitig,
und doch nur ein Stück Zeit – ein Moment.

Der Moment berührt mich – ich kann ihn vorbeisegeln lassen,
ihn einreihen in die anderen Momente,
die schon den ganzen Tag an mir vorbeihuschen.
Ich kann ihn übersehen, einsortieren, abhaken
Und ihn nur als ein Stück Zeit,
als das Ticken der Uhr abtun.

Aber was wäre, wenn ich diesem Moment
Meine unentwickelte Zukunft verborgen wäre,
wenn er entscheidend beitrüge
zu dem Sinn meines Lebens?
Gibt es da nicht nur eins, ihn zu erfassen?

Aus „Das Glück des Augenblicks“ von Ulrich Schaffer

Ich wünsche Dir, dass Du heute, morgen, übermorgen und an allen folgenden Tagen ganz viele Momente erfassen kannst und zu einem unvergesslichen machst.

Die nächsten zwei Wochen genieße ich die Augenblicke mit meiner Familie und melde mich Ende des Monats mit neuen Freutagsgedanken.

Falls Du auch ein paar Tage Urlaub machst, hier einige Impulse, damit Dein Urlaub wirklich erholsam wird:

Foto: pixabay/Shell_ghostcage

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